FOMC-Sitzungsprotokoll gerichtet, während China ins Blickfeld rückt

Diese Woche gibt es zwei wichtige Ereignisse, die im Mittelpunkt der Nachrichtenagenturen und Märkte stehen. Das erste am Mittwoch ist die Bekanntgabe der VPI-Daten für den Monat Juli aus dem US-Arbeitsministerium. Danach folgt ein paar Stunden später die Bekanntgabe des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank. Die US-Notenbank durch Gesetz den Auftrag, zwei Dinge sicherzustellen: das eine ist die Vollbeschäftigung und das andere ist die Preisstabilität.

Erst kürzlich wurden die neuesten Daten zum US-Arbeitsmarkt herausgegeben, und obwohl die NFP-Zahlen nicht den Erwartungen der Analysten gerecht wurden, so waren sie dennoch nicht entmutigend. Was die beiden Aufträge der US-Notenbank anbelangt, scheint nun der Aspekt der Vollbeschäftigung im Vordergrund zu stehen. Dies führt zu Preisstabilität und die Erwartungen lauten, dass die Inflation weiter niedrig gehalten werden kann, was jedoch aus Sicht der US-Notenbank akzeptabel ist. Kritisch hingegen sind die Daten des Kernindex der Verbraucherpreise. Der Kernindex der Verbraucherpreise neutralisiert die Auswirkungen volatiler Komponenten, d. h. Änderungen bei den Nahrungsmittel- und Energiepreisen.

China als Wild Card der US-Notenbank

Dies bedeutet also, dass eine Zinserhöhung definitiv unmittelbar bevorsteht? Nicht so schnell! Es gibt noch einen „dritten Faktor”, und das ist das wachsende Unbehagen in China. Letzte Woche hat die chinesische Zentralbank (zwei Mal) den Yuan-Richtwert gesenkt und die chinesische Währung zum US-Dollar auf ein seit Jahren nicht bekanntes Niveau abgewertet. Die Anleger befürchten verständlicherweise, dass der chinesische Drache möglicherweise kurz davor steht, in einen unvorstellbaren Abgrund zu fallen.

Zusammenfassung des Protokolls der US-Notenbank

Während einige Marktteilnehmer von den Schritten der People’s Bank of China überrascht zu sein schienen, war dies bei der US-Notenbank definitiv nicht der Fall. Die Chancen stehen gut, dass die US-Notenbank die Situation in China bereits sehr genau auf Anzeichen aufkommender Unruhe hin überprüft hat. In der Tat könnten die Protokolle der US-Notenbank dieses vorausschauende Bewusstsein unter Beweis stellen. Genau das möchten die Märkte gerne sehen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Arbeitsmarktproblematik irrelevant ist, müsste die US-Notenbank dennoch die Inflationsaussichten aufgrund zunehmender globaler Risiken abwägen. Die US-Notenbank könnte sich für einen von zwei Wegen entscheiden. Die US-Notenbank könnte die globalen Risiken als mögliche Bedrohung vorhersehen, und in diesem Fall würde sie Anzeichen zur Verschiebung einer Zinserhöhung geben. Oder sie könnte andererseits die potenziellen Risiken ausblenden und herunterspielen, was auf eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung hinweisen könnte.

Im Klartext 

Fakt ist, dass die FOMC-Protokolle natürlich das wichtigste Ereignis in dieser Woche sind. Als schriftliches Dokument der Protokolle der US-Notenbank könnten diese offenlegen, wie die US-Notenbank auf unruhige Zeiten in China in der Zukunft reagieren würde. Wenn die US-Notenbank die globalen Risiken im Zusammenhang mit den Aussichten für die USA hervorhebt, könnten die Anleger dies als einen Hinweis dafür auffassen, dass diese Risiken die Pläne der US-Notenbank zur Erhöhung der Zinsen im September durchkreuzen. Wenn jedoch die US-Notenbank bereit zu sein scheint, trotz globaler Risiken mit voller Kraft eine Zinserhöhung anzusteuern, wird sich dies günstig auf den US-Dollar auswirken und Gewicht an der Wall Street haben.

Das konkrete Programm

RBA-Protokolle (Dienstag) – Dienen dazu, das Protokoll der letzten RBA-Sitzung bekannt zu geben. Anleger werden alle Anzeichen einer weiteren Lockerung der RBA genau aufgrund des kommenden Wirtschaftsabschwungs in China genau ins Visier nehmen.

UK-VPI und Kern-VPI (Dienstag)- Wird Stimmung für Pfund Sterling dominieren. Wenn die Inflation in GB steigt, könnte der Sterling ein positives Momentum erfahren, insbesondere im Vergleich zu den Niedrigzinswährungen Euro und Yen.

US-VPI und Kern-VPI (Mittwoch)- Wenn der Kern-VPI die Marke von 2 % übersteigt, könnte dies zum Katalysator für Zinserhöhungen in der Zukunft sein und somit günstig für den Dollar.

FOMC-Protokolle (Mittwoch)- Das wichtigste Ereignis in dieser Woche. Falls die Protokolle offenlegen, dass die US-Notenbank fest entschlossen ist, trotz globaler Risiken die Zinsen zu erhöhen, wirkt sich dies positiv für den Dollar aus und umgekehrt.

Ist der Euro bereit für den Ausbruch?

Da die USA und die US-Notenbank momentan nicht im Fokus der Märkte stehen, konzentrieren sich diese derzeit auf die Eurozone. Am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank ihre Erklärung zur Geldpolitik bekanntgeben. Dann könnte sich am Freitag die Situation aufgrund der Bekanntgabe der Daten zur Inflation und des BIP im Euroraum für Juli weiter aufheizen. Und wir wären nachlässig, wenn wir die Situation in Griechenland, die sich zwar gebessert hat, jedoch weiterhin größtenteils ungelöst ist, nicht erwähnen würden. Die EZB stützt weiterhin das griechische Bankensystem, während sie auf strukturelle Reformen wartet. Wenn der Euro überhaupt eine geringe Chance auf Erholung in naher Zukunft hat, so wird diese Woche darüber entscheiden. Bis zum Ende der Woche werden wir entweder die Erholung des Euro sehen oder dass die Chance auf eine Erholung schwindet.

EZB im Fokus

Wird die EZB weiterhin den Status Quo aufrechterhalten, d. h. weiterhin eine sehr lockere Geldpolitik verfolgen? Dies ist die Hauptfrage, auf deren Antwort die Anleger warten. Wie bereits in der Vergangenheit werden EZB-Präsident Mario Draghi und die anderen Mitglieder des Rates wahrscheinlich weiterhin abwarten. Die Daten werden für den Entscheidungsfindungsprozess maßgeblich sein. Die letzten wirtschaftlichen Entwicklungen sind bestenfalls als mittelmäßig zu bezeichnen. Letzte Woche waren die PMI-Daten für die Eurozone für den Monat Juli gemischt, der EPI (Erzeugerpreisindex) fiel und die Umsatzzahlen für Juli entsprachen ebenfalls nicht den Erwartungen und fielen von 2,6 % auf 1,2 %. Nach Meinung der Analysten weisen die Daten weiterhin auf eine Wirtschaft hin, die weiter darum kämpft, eine Basis zu finden.

Erneut Deflation

Natürlich sind die wichtigsten Daten, auf welche die EZB schaut, die Inflationsrate und das BIP-Wachstum. Diese Veröffentlichungen folgen innerhalb von 24 Stunden nach der Entscheidung der EZB. Derzeit liegt die Kerninflationsrate in der Eurozone bei 0,2 % und somit knapp unter einer Deflation. Auf dem derzeitigen Niveau und aufgrund dem Inflationsziel der EZB von 2 % ist ist kaum ein geldpolitischer Straffungskurs zu erkennen. Zinserhöhungen, die schon jetzt weit in der Zukunft liegen, könnten sich noch weiter verschieben, wenn sich die Inflationsrate weiter verschlechtert.

Nun, da die Gesamtinflationsrate bei einem Tiefstwert von 0,2 % liegt, scheint es Anzeichen für eine Verbesserung zu geben. Die Inflationsrate wird aufgrund volatiler Komponenten verzerrt, und hierzu zählen vor allem auch die Energiepreise. Die Energiepreise, vor allem die Ölpreise, wiesen im letzten Monat einen Trend nach unten auf. Die Kerninflationsrate, die diese volatilen Komponenten eliminiert, stieg tatsächlich auf 1 %. Diesen Prozentsatz hat es schon seit mehr als 15 Monaten nicht mehr gegeben. Gleichzeitig lag die Inflationsrate bei Industrieerzeugnissen (außer Energie) bei 0,5 %, dies entspricht einem 2-Jahres-Hoch, und sie ist während der letzten fünf Monate gestiegen.

Analysten sind der Meinung, dass – obwohl der Anstieg des Kern-Verbraucherpeisindex möglicherweise aufgrund der Volatilität (noch) nicht nachhaltig ist, dennoch Grund zu Optimismus besteht. Obwohl die Deflation beharrlich zu sein scheint, und trotz fallender Preise, die sich weiter nach unten bewegen, muss dies nicht unbedingt der Fall sein. Was wird Draghi zu den geringen Inflationsraten sagen, die stetig unter dem EZB-Ziel liegen? Wird er auf eine Lockerung hinweisen oder diese sogar vorschlagen? Wenn Draghi eher „unkonventionelle” Maßnahmen signalisiert, wird der Euro den Druck zu spüren bekommen. Wenn Draghi jedoch andererseits Geduld praktiziert, könnte der Euro steigen. In 2014 hat Mario Draghi insbesondere die Warenpreise als einen Faktor zur Gestaltung der Geldpolitik erwähnt. Es wird interessant sein, zu sehen, ob Super Mario möglicherweise bei dieser Aussage zurückrudert. Wir werden die Antwort darauf nach der EZB-Entscheidung wissen, wenn Draghi im Mittelpunkt steht.

Können wir bitte etwas Wachstum haben?

In der Zwischenzeit könnte eine Enttäuschung in Bezug auf das BIP-Wachstum in der EU den letzte Sargnagel für eine Erhöhung der Zinssätze bedeuten. Aber wird dies auch geschehen? Die neuesten Wirtschaftsdaten aus den Ländern der Europäischen Union sehen etwas positiver aus. Spanien, eine der größten EU-Volkswirtschaften stieg um 1 % und wird möglicherweise der Star-Performer in der EU sein, was das Wachstum anbelangt. In der Zwischenzeit bleiben die Wachstumszahlen für Deutschland, Italien und Frankreich eher moderat, können jedoch sicherlich das Wachstum in der gesamten Eurozone stützen.

Im Klartext

Die EZB-Entscheidung am Donnerstag steht diese Woche im Mittelpunkt, danach folgen die Bekanntgabe der Inflationsrate und des BIP-Wachstums in der EU am Freitag. Die große Frage diese Woche lautet: Wird Draghi weitere Impulse setzen? Wenn sich die Aussichten der EZB zur Inflationsrate weiter verschlechtern, so ist dies sehr gut möglich. Was das BIP anbelangt so ist ein nachhaltiges Wachstum ohne eine Verbesserung der Zahlen weiterhin sehr zweifelhaft. Dies bedeutet, dass die Diskussionen um einen Zinsanstieg weiterhin ausbleiben.

Das konkrete Programm

EZB-Zinsentscheidung (Donnerstag) – Wenn Mario Draghi den Status Quo aufrechterhält, anstatt Hinweise auf eine weitere Lockerung zu geben, könnte sich der Euro stabilisieren.

US-Daten zum Einzelhandel (Donnerstag)- Das wichtigste Ereignis für den Dollar und die Wall Street. Wenn sich die Daten zum Einzelhandel nach einem Rückgang im letzten Monat wieder erholen, könnten der US-Dollar sowie auch die US-Indizes an Boden gewinnen.

VPI Eurozone (Freitag) – Wenn die Inflation in der Eurozone weiter zurückgeht, könnte der Euro unter Verkaufsdruck geraten.

BIP Eurozone( Freitag)- Wenn das Wachstum in der Eurozone auf 1 % im Jahresvergleich steigt, wird dies als positives Zeichen für die Eurozone gesehen, und dadurch verbessern sich die Chancen auf eine Erholung des Euros.

Alles dreht sich um die Fed

Sie haben sicher bereits oft genug gehört, dass die monatliche Zinsentscheidung der US-Notenbank ein bedeutendes Ereignis für die weltweiten Finanzmärkte darstellt. Das ist auch dieses Mal nicht anders und hat – ganz ohne Übertreibung – das Potenzial, die Märkte richtig durcheinanderzurütteln. In den vergangenen Monaten gab es bereits zahlreiche Debatten unter den wirklichen und vermeintlichen Experten. Viele denken, dass es sich von selbst versteht, dass die Fed vor einer Erhöhung ihrer Leitzinsen steht.

Die einzige Frage ist wann. Selbst die Fachleute sind sich über den konkreten Zeitpunkt uneins und ihre Schätzungen reichen von eher früher (sagen wir im September) bis eher später (Dezember oder danach). Die Fed hielt sich in Bezug auf diese Frage bedeckter, als es den Märkten lieb gewesen wäre. Aber diese Woche könnte es wirklich so weit sein, dass wir eine klare und präzise Antwort erhalten. Und weil die Spekulationen und Erwartungen so gewaltig sind, zittern die Märkte vor dieser Entscheidung sprichwörtlich wie Espenlaub.

Zuerst eine kurze Einführung zur Fed

Die Notenbank der Vereinigten Staaten wurde vom US-Kongress mit zwei spezifischen Mandaten beauftragt. Einerseits muss Sie ihre Geldpolitik auf die Förderung von Vollbeschäftigung ausrichten und auf der anderen Seite muss sie Preisstabilität garantieren. Aus diesen Gründen hat die Fed ihre Kreditzinsen seit Dezember 2008 auf historischen Tiefstständen gehalten. Allmonatlich wird die Zinsentscheidung der Fed von den aktuellen Wirtschaftdaten beeinflusst. Allerdings kommt dabei gewissen Daten mehr Gewicht zu als anderen. Seit kurzem sind jedoch Verbesserungen auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt (Mandat Nr. 1) zu verzeichnen bei gleichzeitiger Stabilisierung der Inflation und der Input-Preise (Mandat Nr. 2). Angesichts dessen, dass die Fed ihre Mandate somit erfüllt hat, drängt sich die Frage auf: Wann werden die Zinssätze also angehoben werden?

Analyse der Daten

Niemand weiß genau Bescheid. Allerdings gab uns die Chefin der Fed, Janet Yellen, vor ein paar Wochen einige Anhaltspunkte, als sie dem US-Kongress berichtete. Und Vertreter der Fed legten zudem ihre besten Prognosen über die aktuelle Zinsentwicklung offen. Konkret wurde eine Matrix veröffentlicht, die veranschaulichte, wie das Federal Open Market Committee (FOMC) die Zinssätze in der Vergangenheit und der Zukunft einschätzte. Auch wenn jeder Punkt dieser Matrix zwar ein stimmberechtigtes Mitglied der Fed darstellt, liegt das Problem in ihrer Anonymität. Der Punkt von Janet Yellen – der einzige, auf den es im größeren Zusammenhang wirklich ankommt – ist nämlich mit den Punkten aller anderen Mitglieder identisch.

Trotzdem geben die jüngsten Aussagen und Kommentare der Fed-Vertreter (einschließlich von Frau Yellen) gewisse Aufschlüsse, wie das Matrix-Puzzle verstanden werden kann. Ein wichtiger Fed-Insider (Laurence Meyer, ein früherer Gouverneur der Fed) analysierte den Graphen und zog einige Schlüsse daraus. Im Juni hatte Frau Yellen gesagt, dass Sie mit einer Zinserhöhung im Jahr 2015 rechnen würde. Meyer ist der Ansicht, dass sie noch weitere Nachweise für das Wiedererstarken der US-Wirtschaft sehen möchte. Die jüngsten Kerninflationsdaten könnten diesen Nachweis erbringen, ebenso wie der aktuelle Anstieg bei den Konsumausgaben. Meyer denkt, dass diese Entwicklung die Fed-Vorsitzende (und andere FOMC-Mitglieder) dazu ermutigen könnte, zu überdenken, dieses Jahr nur eine Zinserhöhung vorzunehmen.

Im Klartext

Es gibt drei mögliche Szenarien für die Zinsentscheidung der Fed. Die Fed könnte die Katze aus dem Sack lassen und den Beschluss einer unmittelbaren Zinserhöhung ankündigen. Dies würde mit großer Wahrscheinlich zu einer Stärkung des Dollars aber einer Schwächung der Aktienmärkte führen. Falls es keine große Überraschung geben und die Fed den aktuellen Status quo beibehalten sollte (d. h. keine Änderung des Zinsniveaus), würde dies den Aktien zugute kommen. In diesem Falle würden die Märkte die Stellungnahme der Fed allerdings genauer unter die Lupe nehmen, um nach unterschwelligen Botschaften zu suchen. Eine optimistischer Grundtenor der Fed immer noch eine Stärkung des Dollars bewirken.

Das konkrete Programm

Bestellungen von Gebrauchsgütern (Dienstag)- Falls es bei den langlebigen Gebrauchsgütern (ohne den Transportsektor) einen monatlichen Anstieg von mehr als 0,5% geben sollte, würde sich dies positiv auf den Dollar auswirken.

Zinsentscheidung der Fed (Mittwoch)- Falls die Fed einen früheren Anstieg der Zinsen signalisieren sollte, könnte der Dollar zulegen. Falls sich die Fed weniger optimistisch als erwartet zeigen sollte, könnte dies den Dollar unter Verkaufsdruck setzen.

US-BIP-Wachstum für Q2 (Donnerstag)- Falls das US-BIP-Wachstum über den Erwartungen und einen aufs Jahr gerechneten Zuwachs von 2,8% oder mehr verzeichnen sollte, würde dies für den Dollar als äußerst positiv gewertet werden.

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Zinserhöhung der Fed in Sicht?

Diese Woche wird das Trading ausschließlich von einem Thema beherrscht und es stellt sich demzufolge eine Frage, nämlich: Ist die USA für eine Zinssatzerhöhung im September bereit? Aufgrund des Bombenerfolges der Non-Farm Payrolls, die zu Beginn des Monats durch die Nachrichten gingen, einen Gewinn von 280.000 verbuchten und die Schätzungen zerschmetterten, stellen sich Investoren diese Frage erneut und die Vorstellung einer Zinssatzerhöhung kommt wieder auf. Tatsächlich sind viele Investoren der Überzeugung, dass die vor kurzem stattgefundene Konjunkturschwäche der US-Wirtschaft nur vorübergehend war. Also, was sollten wir genauer betrachten, dass die gemeinsame Vorstellung, Meinung bzw. Überzeugung der Investoren bekräftigen könnte? Im Besonderen zwei Dinge: die Ansicht der Fed sowie die aktuellsten Inflationszahlen. Als Erstes wird am Mittwoch die Entscheidung der US-Notenbank bezüglich ihrer Politik veröffentlicht. Da die Entscheidung nicht wie gewohnt auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben wird, sind die Investoren ausschließlich auf den Wortlaut der Ankündigung der Fed angewiesen. Investoren möchten viele Antworten von Janet Yellen und dem FOMC der US-Notenbank erhalten. Ist die Arbeitsmarktsituation endlich gut? Stabilisiert sich die Inflation? Verbessert sich das Wachstum? Erinnern wir uns, dass sich die Fed in erster Linie auf drei Größenordnungen der Wirtschaft fokussiert, sprich Arbeitsplätze, Wachstum und Inflation. Angesichts der letzten Zahlen wissen wir, dass sich die US-Arbeitsmarktsituation stark verbessert hat. Tatsächlich stufen Experten das US-Beschäftigungsniveau jetzt als ausreichend niedrig ein, um eine Zinserhöhung zu rechtfertigen. Angesichts der aktuellsten optimistischen Zahlen der Non-Farm Payrolls sollte die Fed in der Lage sein, eine Antwort auf die erste Frage zu geben. Eine positive Antwort könnte die Investoren erkennen lassen, dass die Fed möglicherweise kurz vor einer Zinserhöhung, vielleicht im September, steht, die wiederum den Dollar unterstützen würde. Die Antwort der Fed auf die Frage nach dem Wachstum könnte unklar sein angesichts der Tatsache, dass die Wachstumszahlen des 2. Quartals nicht vor nächstem Monat veröffentlicht werden. Ebenso auf die dritte Frage bezüglich der Inflation könnte die Fed etwas zurückhaltend sein, da die Zahlen des Verbraucherpreisindexes erst am Donnerstag bekannt gegeben werden. Im Großen und Ganzen werden Investoren versuchen, abzuwägen, ob die Fed optimistisch klingt. Wenn sich die US-Notenbank zurückhaltend äußert, dann könnten Investoren die Schlussfolgerung ziehen, dass eine Zinserhöhung erneut verschoben wird. Dies wäre natürlich für den Dollar negativ, jedoch für die Wall Street positiv (möglicherweise). Inflationsschwellenwerte In Hinblick auf die gegenwärtigen Inflationszahlen, auf was sollte man beim Verbraucherpreisindex, der am Donnerstag veröffentlicht wird, achten? Da sich die “Komfort-Zone” der Fed bei 2 % pro Jahr befindet, wäre das normalerweise das zu beobachtende Level. In Wirklichkeit wäre es ziemlich weit hergeholt, dass die Gesamtinflation diesen Wert von 2 % erreicht, zumal er zurzeit “unter dem Gefrierpunkt” bei -0,2 % liegt. Wenn wir allerdings auf die Kerninflation blicken, die sich aus unbeständigen Bestandteilen, wie Lebensmittel- und Energiepreise zusammensetzt und diese gegenseitig aufhebt, dann erkennen wir, dass der letzte Wert 1,8 % erreichte. Investoren könnten, wenn es zur Kerninflation kommt, realistischerweise einen angenehm glatten Wert von 2 % erwarten. Der zweite zu beobachtende Wert steht in Verbindung mit der Gesamtinflation. Die Investoren sind zuversichtlich, dass der Inflationspegel in den positiven Bereich von seinen derzeitigen -0,2 % zurückkehrt. Sofern beide Hoffnungen erfüllt werden, d.h., dass die Kern- und die Gesamtinflation ihre jeweiligen Ziele erreichen, dann wird dies als positives Zeichen für den Dollar gesehen. Und ebenfalls für die Wall Street? Nicht unbedingt, denn die Wall Street war in den vergangenen Wochen etwas gefährdeter und verletzbarer.
Ein weiterer Schlag aus der Schweiz?
Am Donnerstagmorgen werden sich die Beobachter des Schweizer Franken auf die Stellungnahme der SNB bezüglich ihrer Geldmarktpolitik fokussieren. Denken Sie daran, bereits im Januar, überraschte die SNB die Märkte, indem sie den Kurs des Schweizer Franken zum Euro loslöste und befreite. Die SNB überraschte die Märkte ebenfalls mit aggressiven Entwicklungen, und zwar eine Senkung des Leitzinses unter null. Natürlich möchten Investoren wissen, was die SNB aus ihrem berühmten Ärmel ziehen könnte. Bisher befindet sich die Schweizer Wirtschaft, trotz eines negativen Leitzinses von 0,75 %, immer noch tief in einem deflationären Bereich. Derzeit liegt die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahresvergleich bei 1,2 %. Das bedeutet im Wesentlichen, dass sich die Aussichten bezüglich der Inflation in der Schweiz verschlechtern und riskant wenden. Aus diesem Grund könnte die SNB gezwungen sein, noch einen weiteren Schlag zu vollziehen. Dieser könnte in Form von zusätzlicher Liquidität oder einer weiteren Zinssenkung oder vielleicht sogar beidem kommen. Obwohl die Möglichkeit besteht, dass die SNB eine abwartende Haltung einnimmt, sind Investoren mittlerweile an überraschende und drastische Maßnahmen gewöhnt. Wenn die SNB Anstalten macht oder in ihrer Stellungnahme sehr deutlich aggressiv die Rede von Maßnahmen ist, dann würden CHF Verkäufe die Oberhand gewinnen. Das bedeutet, dass sowohl der EUR als auch der USD gegenüber ihrem Schweizer Kollegen gewinnen könnten. Aber wenn keine Handlung seitens der SNB erkennbar ist, auch nicht ein Anzeichen dafür, dann könnten EUR / CHF sowie USD / CHF wieder niedriger sinken. Zur Sache Obwohl die Bekanntgabe der SNB ausschlaggebend für das CHF-Trading ist, werden sich die Märkte hauptsächlich auf die USA konzentrieren. Am Mittwoch findet das Hauptereignis der Woche statt, die Veröffentlichung der Entscheidung der US-Notenbank in Bezug auf ihre Politik. Sofern die Fed im Allgemeinen optimistisch erscheint, werden Investoren ihre Wetten in Bezug auf eine sobald wie möglich kommende Zinserhöhung steigern. Wenn die Fed jedoch vorsichtig klingt, dann gehen Investoren davon aus, dass die Zinserhöhung wieder aufgeschoben wird. Tritt der erste Fall ein, dann könnte der Dollar unterstützt werden, während beim Eintreten der zweiten Möglichkeit der Dollar negative Auswirkungen erfahren könnte, wenngleich auch Wall Street-Aktien unterstützt werden könnten. Die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes am Donnerstag tritt selbstverständlich gegenüber der Bekanntgabe der Fed in den Hintergrund. Jedoch können die Investoren die Daten verwenden, um die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung seitens der Fed besser abzuwägen. Wenn, wie oben erwähnt, die Gesamt- sowie die Kerninflation ihre jeweiligen Schwellenwerte erreichen, dann könnte der Dollar erneut einen festen Stand erlangen, während Wetten bezüglich einer Zinserhöhung ansteigen werden. Da die Stimmung der Wall Street schwankend ist, könnten positive Inflationszahlen, die die Möglichkeit einer Zinserhöhung voranbringen würde, nichts Gutes für Aktien und Indizes bedeuten.

Alpari Pleite überstanden

Die Firma Alpari UK wurde von der Firma ETX-Capital übernommen. Mittlerweile wurden alle Guthaben von Alpari Kunden unter € 50.000 zu 100% ausgezahlt. Ein weiteres Zeichen für mich den Richtigen Broker gewählt zu haben. Alpari gehöhrt zu den wenigen Brokern die nach dem CHF Crash Ihre Kunden nicht im Stich gelassen haben. Bei vielen Anbietern haben die Kunden keinen Cent erhalten. Nach eingehender Prüfung des Unternehmens ETX-Capital, konnte ich nichts finden, was gegen diese Firma spricht.

ETX Capital ist der Handelsname der Firma Monecor aus London und wurde 1965 gegründet. Monecor ist bei der FCS registriert und reguliert. Darauf sollten Sie generell bei einem Broker achten.

ETX zeichnet sich durch besonders niedrige Handlesgebühren aus. Neben dem üblichen Handel mit dem Meta Trader 4, bietet ETX-Capital eine eigene professionelle Handelsplattform an und natürlich alle Möglichkeiten auf dem Mobiltelefon zu handeln. Aber auch eine Binary Plattform mit bis zu einem Monat Handelszeitraum ist verfügbar.

Alles in allem ein solider Anbieter mit eigener Schulungsplattform und allem was Sie für das Traden benötigen.

Nach der Übernahme von Alpari wurden automatisch für alle Kunden von Alpari bei ETX Capital neue Konten eingerichtet. Es ist keine neue Verifizierung nötig, wenn alle nötigen Verifizierungen in der Vergangenheit bei Alpari erledigt wurden. Alle alten Alpari Kunden können problemlos ihre Alpari Konten auf neues Konto bei ETX Capital übertragen lassen. Auch eine sofortige Auszahlung nach dem Übertragen ist möglich.

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, nehmen Sie einfach per E-Mail Kontakt zu mir auf.

 

Eurozone ohne Puls?

Nachdem die EZB offiziell ihr Programm der expansiven Geldpolitik (QE) in der zweiten Märzwoche mit 60 Milliarden Euro an Liquiditätsspritzen begonnen hat, die dem System jeden Monat zugeführt werden sollen, konnte die anhaltende Talfahrt des Euro nicht überraschen. Während der Euro zusammenbrach stiegen jedoch die Euro-denominierten Indizes, wie z. B. der Deutsche Aktienindex DAX, der französische CAC40 und der spanische IBEX, kräftig inmitten von Optimismus, dass der niedrige Euro zu einem höheren Wachstum führen könnte und dass die expansive Geldpolitik der EZB (QE) den europäischen Indizes zugutekommen wird. In dieser Woche wollen Anleger in den europäischen Indizes mehr Beweise für eine Erholung in der Eurozone sehen, bevor sie die Indizes noch höher treiben.

Die bevorstehenden Stimmungsindikatoren aus Deutschland, Frankreich und dann für die gesamte Eurozone als Ganzes werden die Antwort auf eine sehr wichtige Frage geben: hat die Eurozone noch einen Puls? Die Erzeugerpreisindizes werden Licht auf die Frage werfen, ob Unternehmen optimistischer werden, und wenn dies der Fall sein sollte, auf die Chancen für eine Zukunft mit einer besser als erwarteten Konjunktur für die Eurozone. Alle Erzeugerpreisindizes werden am kommenden Dienstag veröffentlicht, angeführt vom deutschen Erzeugerpreisindex und Dienstleistungspreisindex. Mit Deutschland veröffentlicht auch Frankreich den eigenen Erzeugerpreisindex, gefolgt vom aggregierten Erzeugerpreisindex der Eurozone, der das Geschäftsklima im gesamten Wirtschaftsblock widerspiegeln wird. Mit diesen breit angelegten Stimmungsindikatoren sollten die Anleger einen Einblick in die gesamteuropäische Stimmung bekommen – aber was wünschen sie sich hier? Zwei Dinge: zunächst, dass alle Erzeugerpreisindizes-Indikatoren über 50 liegen, da ein Wert über der 50-Marke Wachstum signalisiert, und zweitens, dass alle Werte gegenüber dem Vormonat steigen. Eine Kombination von beiden würde signalisieren, dass die Eurozone immer noch einen Puls hat, und es könnte grünes Licht für die Anleger in den europäischen Indizes bedeuten, optimistische Wetten einzugehen und die Indizes höher zu drücken, es kann aber auch bedeuten, dass es in der Zukunft Chancen für eine Erholung des Euro gibt.

Rückkehr der Inflation kommt?

Nach dem Erfühlen des Pulsschlags der Eurozone werden sich die Anleger schnell einer weiteren Reihe von Daten zuwenden, insbesondere der Inflation. Die Inflation auf der ganzen Welt hat sich drastisch verlangsamt, doch nur die Notenbanken der USA und Großbritanniens sind in der Lage, auch die Möglichkeit zukünftiger Zinserhöhungen zu erwägen. Bei den britischen und amerikanischen Verbraucherpreisindizes (Inflation) an diesem Dienstag wollen die Anleger eine Rückkehr der Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie) sehen. Warum? In den USA bedeutet ein Kern-Verbraucherpreisindex von 1,6 % oder mehr Unterstützung für den US-Dollar und eine Verankerung des generellen Optimismus. Im Vereinigten Königreich wird eine Kerninflation von über 1,4 % dem Pfund Sterling gegenüber dem US-Dollar festen Boden geben und der Währung Schwung gegenüber dem Euro und dem Yen verleihen. Natürlich kann eine Enttäuschung an einer oder an beiden Fronten zu Gewinnmitnahmen in den jeweiligen Währungen führen, d. h. im Pfund oder im Dollar oder in beiden Währungen.

US-Finale für das Jahr 2014

Die Woche endet mit der endgültigen Version der US 2014 BIP-Wachstumszahlen- der letzten Wahrheit des Jahres 2014 für die US-Konjunktur. Nachdem die jährliche Wachstumsrate von 2,6 % leider auf 2,2 % nach unten revidiert wurde, werden die US-Dollar-Bullen erneute Enttäuschungen nicht gut aufnehmen. Wenn die endgültige Revision des Wachstums für 2014 erneut unter 2.2 % fällt, könnte es den Dollar hauptsächlich gegen das Pfund Sterling und Gold schwächen, welches als Wette gegen den Dollar betrachtet wird.

 

Im Blickwinkel

Für den US-Dollar muss die Kerninflation 1,6 % oder höher, und das BIP-Wachstum auf jährlicher Basis 2,2 % oder höher ausfallen. Beide Wirtschaftsindikatoren könnten die Attraktivität der US-Währung erhalten, wenn sie tatsächlich den Erwartungen entsprechen, jedoch kann eine Enttäuschung bei einer oder gar beiden Zahlen den Höhenflug des Dollars beeinträchtigen. In Europa müssen die Erzeugerpreisindizes sich entwickeln, um weitere Gewinne der europäischen Indizes zu ermöglichen, und im Vereinigten Königreich muss die Kerninflation über 1,4 % klettern, damit sich das Pfund weiter behaupten kann.

Europäische Erzeugerpreisindizes(Dienstag-) Erzeugerpreisindizes aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone insgesamt sollten die Anlegerstimmung bei den europäischen Indizes festschreiben.

VK Verbraucherpreisindex (Dienstag) - Im Mittelpunkt steht dabei die Kerninflationsrate(ohne Nahrungsmittel und Energie). Wenn die Kerninflationsrate im Jahresvergleich 1,4 % oder höher ausfällt, wird davon vermutlich das Pfund Sterling profitieren.

US-Verbraucherpreisindex (Dienstag-  Wenn die Kerninflation in den USA 1,6 % oder höher ist, dürfte das den US-Dollar begünstigen.

US-Konsumklima (Dienstag)  - Wenn das Vertrauen der Verbraucher über 96,4 steigt, werden davon voraussichtlich sowohl der Dollar als auch die Wall Street profitieren.

Deutschland IFO-Geschäftsklima(Mittwoch) - Neben den Erzeugerpreis-Daten sollte auch der IFO-Wert die Stimmung für den deutschen Aktienindex DAX beeinflussen.

VK Einzelhandelsumsätze (Donnerstag)- Wenn sich die Einzelhandelsumsätze im VK nach ihrem Absturz  um -0.7 % auf Monatsbasis erholen sollten, wird das den Appetit sowohl auf das Pfund Sterling als auch auf den FTSE100 steigern.

BIP in den USA(Freitag) - Wenn das BIP der USA für das Jahr 2014 bei mindestens 2,2 % auf jährlicher Basis bleibt, wird sich das positiv auf den US-Dollar auswirken. Niedrigere Zahlen könnten Gewinnmitnahmen entfachen.

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Inflation, Wachstum und Zentralbanken

Diese Woche wird das Hauptaugenmerk der Finanzmärkte auf drei Faktoren gerichtet sein: Inflation, Wachstum und Zentralbanken. An der Tagesordnung stehen in dieser Woche: Wachstumszahlen aus Deutschland, Großbritannien und den USA; die Inflationswerte der USA, Großbritannien und Japan, sowie die Reden von EZB-Präsident Mario Draghi und US-Notenbankvorsitzende Janet Yellen. Im Großen und Ganzen werden Investoren versuchen, eine weltweite Übersicht zu erhalten – eine Übersicht von Gelegenheiten bzw. Möglichkeiten. Investoren werden versuchen, die guten Chancen, die nicht so guten und die schlechten ausfindig zu machen. Die Kombination aus den veröffentlichten Zahlen und den Reden sollte Investoren ein deutliches Bild geben, in welche Richtung sich die Märkte bewegen könnten, egal ob es eine Markterholung des Dollars, eine Genesung bzw. Aufschwung des Pfund Sterling oder ein Einbruch des Euros ist. Die Frage ist, inwieweit und wie werden Investoren die Daten nutzen, um eine Strategie auszuarbeiten?

Deutsches Wachstum, Europäische Inflation

Wenn es um den Euro geht, vor allem nach so einem erheblichen Werteinbruch, sind die Investoren ständig auf der Suche nach dem “Optimalen”, auch bekannt als der Augenblick oder Zeitpunkt, wenn sich die Lage in Europa als nicht so schlimm erweist, wie zunächst befürchtet. Für Investoren müssen drei Dinge geschehen, damit sich eine Erholung des Euros in dieser Woche einstellt: ein Stopp des Inflationsrückganges, ein höheres deutsches Wachstum als erwartet (z.B. eine Überraschung von mehr als 0,7 % im 4.Quartal gegenüber dem Vorquartal) sowie die Ansage von Super Mario Draghi, dass keine weitere Lockerung bevorsteht, zumindest nicht in naher Zukunft.

Während die Wahrscheinlichkeit einer Überraschung in Bezug auf das deutsche Wachstum besteht, ist eine Pause bzw. ein Anhalten des Rückganges der europäischen Inflation eher weit hergeholt. Im Grunde genommen ist das Abrutschen der Inflation der Hauptgrund, warum die EZB in erster Linie mit seinen massiven Lockerungen begann. Das Sinken der Inflation in eine Deflation (unter 0 %) scheint “haftender” als jedes andere Problem der EU zu sein. Analysten erwarten einen Rückgang der Gesamtinflation der EU von bis zu -0,6 %. Bei einer Bestätigung wäre das ein besorgniserregendes Anzeichen für eine weitere Schwächung des Euros. Deshalb könnte, wenn die Inflation ähnlich wie im vergangenen Monat “nur” um 0,2 % (Vorjahresvergleich) zurückgeht, das ein Hinweis sein, dass der Abwärtsdruck auf die Inflation, der schonungslos auf den Euro eingeschlagen hat, schließlich nachlässt. Nicht zuletzt sind es die Worte von Draghi an diesem Dienstag, die Investoren sorgfältig prüfen werden. Wenn beide, das deutsche Wachstum und die Inflation der EU zum Besseren überraschen, dann müsste der letzte Anstoß, den der Euro zur Erholung benötigt, von der EZB kommen. Sollte Draghi eine Bereitschaft der EZB für weitere Lockerung erwähnen, dann könnte jegliche Hoffnung auf eine Erholung zerschmettert werden. Tritt jedoch das Gegenteil ein und Draghi signalisiert fürs Erste keine Lockerung und bietet positiv überraschende Rahmenbedingungen, dann könnte sich eine Erholung des Euros einstellen.

Nähert sich die Fed einer Zinserhöhung?

Während die Investoren der EU hoffen, dass die Dinge nicht so schlecht ausfallen wie anfangs gedacht, sind die Hoffnungen in den USA mit einer klareren Vorstellung, als die zuvor prognostizierten, festgelegt, insbesondere nach einigen enttäuschenden Daten. Allerdings haben die Zahlen des Wachstums im 4.Quartal sowie der US-Inflation Vorrang vor der Aussage von Janet Yellen. In dieser wird die US-Notenbankvorsitzende aufgefordert werden, bezüglich der Geldpolitik der Fed Stellung zu nehmen. Wenn Yellen eher eine entschlossene Stellung einnimmt, dass Zinserhöhungen nahe sind, könnte das Fundament für einen Dollaranstieg vorbereitet sein. Nach der Rede wird sich der Fokus der Märkte in Richtung US-Inflation bewegen. Für Investoren könnte eine niedrige Inflation, die die größte Gefahr für eine Zinserhöhung ist, die Fed dazu zwingen, den Zeitpunkt einer Zinserhöhung zu verschieben. In diesem speziellen Fall bedeutet niedrige Inflation einen Rückgang der US-Kerninflation auf unter 1,5 % im Vorjahresvergleich. Letztendlich steht die zweite Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsproduktes für das 4.Quartal bevor; wenn sich die Zahlen um mehr als 2,6 % auf das Jahr umgerechnet verbessern, dann wäre das ein positiver, optimistischer Erfolg und in Kombination mit einer optimistischen Fed und stabiler Inflation könnten diese Faktoren gemeinsam den Dollar höher schieben.

Insgesamt gesehen konzentriert sich die Woche auf das Gute gegenüber dem nicht so Guten. Wenn die Aussicht der europäischen Inflation nicht so schlecht ist und Draghi optimistischer gestimmt ist, dann könnte sich der angeschlagene Euro erholen. Die US-Inflation muss sich abkühlen bzw. beruhigen, damit eine Wende eintritt. Ansonsten werden Investoren davon ausgehen, dass US-Zinserhöhungen nahe sind, ein Effekt, der gegenüber guten Nachrichten aus der EU überwiegen würde.

Deutschland Bruttoinlandsprodukt Wachstum (Dienstag) – Wenn das deutsche Wachstum höher als 0,7 % zum Vorquartalsvergleich ist, dann wird sich das positiv auf den Euro auswirken.

EU Inflation (Dienstag) – Wenn die Inflation in Europa unter -0,2 % rutscht, dann könnte der Euro eine Erholung erleben.

Mario Draghi Rede (Dienstag) – Was auch immer Draghi sagen wird, man geht davon aus, dass es einen starken Einfluss auf den Appetit bzw. das Verlangen in Bezug auf den Euro haben wird. Wenn er für weitere Lockerung bereit ist, dann könnte der Euro getroffen werden. Nimmt Draghi hingegen eine wartende Haltung ein, dann könnte der Euro profitieren.

Janet Yellen Aussage (Dienstag) - Wenn Yellen erkennen lässt, dass Zinserhöhungen näher rücken, dann würde sich das in hohem Maße positiv auf den Dollar auswirken.

USA Kern-Verbraucherpreisindex (Donnerstag) – Ein stabiles US-Inflationsbild ist ein wichtiger Bestandteil für Zinserhöhungen. Wenn die US-Kerninflation über 1,5 % liegt, dann steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung.

Großbritannien Bruttoinlandsprodukt Wachstum (Freitag) – Wenn das Wachstum in Großbritannien gegenüber dem Vorjahr 2,7 % übersteigt, dann kann das Pfund Sterling etwas verlorenen Boden zurückgewinnen.

USA Bruttoinlandsprodukt Wachstum (Freitag) – Wenn das US-Wachstumstempo anzieht und sich auf über 2,6 % auf das Jahr umgerechnet verbessert, dann könnte das zu einer Beschleunigung von mehr Dollargewinnen führen.

Bahnt sich die nächste Griechenlandkriese an?

Diese Woche nähert sich die Deadline bzw. der Stichtag für die Rettungsaktion (Bailout) Griechenlands. Sorgen bezüglich einer möglichen Pleite Griechenlands und dem Austritt aus der EU. Obwohl es kein bestimmtes Ereignis gibt oder spezielle Daten veröffentlicht werden, die mehr Aufschluss geben könnten, wohin die Krise wahrscheinlich führt, wird durch die aufgebauten Spannungen erhöhte Volatilität und ein allgemeines Unbehagen unter den Investoren geschaffen. Im Mittelpunkt steht das Ersuchen der neuen griechischen Regierung, geführt von Premierminister Alexis Tsipras, das Rettungspaket mit der Europäischen Kommission angenehmer zu machen. Aus der Perspektive Griechenlands sieht Tsipras das aktuelle Abkommen als nicht aufrechtzuerhalten an und hält die Möglichkeit, dass Griechenland aus der EU austritt, für die bessere Wahl. Unterwerfen sich Deutschland und Frankreich dem Druck der griechischen Regierung, wäre das gegenüber den Wählern im eigenen Land schlecht zu verkaufen und könnte andere Mitglieder zu dem Versuch bewegen, ihre eigenen Abkommen angenehmer zu gestalten. Tatsächlich ist das eine heikle Lage, die Deutschland und Frankreich vermeiden möchten. Die Spannungen rund um das Rettungspaket für Griechenland werden sich in dieser Woche entweder zuspitzen oder deeskalieren, d.h. abschwächen. Zweifelsohne wird die Unbestimmtheit Griechenlands rücksichtslos den Appetit bzw. das Verlangen in Bezug auf den Euro, Pfund Sterling, Gold und natürlich den US-Dollar, der als sicherer Hafen gilt, bestimmen.

Die Runde der Zentralbanken

Während sich die Griechenlandkrise im Hintergrund anbahnt, werden Investoren in dieser Woche einen wichtigen Gesamteindruck der weltweiten Geldmarktpolitik erhalten. In Japan wird die BoJ eine Pressekonferenz abhalten. Es wird erwartet, dass sie Aufschluss in Bezug auf die Möglichkeit einer weiteren Lockerung gibt und somit den Yen und die Zukunft des Nikkei bestimmen wird. In Großbritannien wird nach dem Inflationsbericht der Bank of England das Sitzungsprotokoll, das Protokoll des letzten Treffens der BoE in Bezug auf seine Geldmarktpolitik, Aufschluss geben über die Abstimmung und Aufteilung unter den Mitgliedern des Geldpolitikkomitees. Wenn die Abstimmungen andeuten, dass die britische Zentralbank in seiner Geldmarktpolitik zu einer Kehrtwende neigt, dann würde das Pfund Sterling noch weiter geschwächt werden. Auf der anderen Seite könnte eine wachsende Mehrheit zugunsten einer Zinserhöhung nur noch das Gegenteil bewirken und das Pfund Sterling unterstützen. Und jetzt kommt das wichtigste Ereignis dieser Woche, das FOMC-Protokoll, das Protokoll der neuesten Zinsentscheidung seitens der Fed.

FOMC Sitzung

Ohne Zweifel ist das FOMC Sitzungsprotokoll die wichtigste Veröffentlichung dieser Woche. Das Protokoll, das die Hoffnung der Investoren ist, wird zeigen, wie schnell eine Zinserhöhung in den USA bevorsteht. Im Gegensatz zu Großbritannien, wo es reichlich Gründe für eine Verschiebung der Zinsanhebungen seitens der BoE gibt, gehen der Fed in den USA die Ausreden langsam aus. Mit einem für 2015 erwarteten US-Wachstum von 5 % und einer Arbeitslosenquote so niedrig wie 5,7 % sind die zurückhaltenden niedrigen Inflationszahlen der sogenannte einzige Grund, den die Fed verwenden kann, um eine Zinserhöhung noch ein bisschen länger hinauszuschieben. Und das ist, worauf sich die Investoren konzentrieren; wenn die Mitglieder der Fed mehr Sorgen bezüglich einer weltweiten Konjunkturabschwächung und sinkender Inflation zum Ausdruck bringen, anstatt die Notwendigkeit einer Zinserhöhung zu betonen, dann könnte der Dollar ein wenig geschwächt werden, selbstverständlich nur in der Annahme, dass die Griechenlandkrise nicht eskaliert. Wenn die Mitglieder der Fed allerdings erkennen lassen, dass sie bereit sind, eine straffende und verschärfte Methode anzuwenden, dann könnte der Dollar gegenüber seinen Kollegen weiter an Boden gewinnen.

Die Gesamtstimmung dieser Woche ist von zwei Faktoren, nämlich der Griechenlandkrise und der Fed, abhängig. Jegliche Eskalation der Griechenlandkrise, die eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Austritt Griechenlands aus der EU mit sich bringt, könnte Investoren dazu drängen, sich in den sicheren Hafen des Dollars, des Yens und vielleicht auch des Goldes zu bewegen. Im Falle, dass es keine weitere Entwicklung in Griechenland gibt, wird Faktor Nummer 2, das FOMC Protokoll der Fed, die Stimmung beherrschen. Wenn unter den Fed-Mitgliedern die allgemeine Meinung einer Zinserhöhung für dieses Jahr wächst, dann wird das im Protokoll zum Ausdruck kommen und weitgehend Dollargewinne gegenüber allem anderen unterstützten.

RBA Sitzungsprotokoll (Dienstag) – Nach der Zinssenkung seitens der RBA werden Investoren nach Hinweisen für eventuelle weitere Zinssenkungen der RBA suchen. Wenn die RBA tatsächlich in ihrem Protokoll preisgibt, das sie weitere Zinssatzsenkungen beabsichtigt, dann könnte der Aussie nachgeben und tiefer sinken.

Großbritannien Verbraucherpreisindex (Dienstag) – Als Vorbereitung auf das später in dieser Woche erscheinende BoE Protokoll werden die Zahlen des Verbraucherpreisindexes (Inflation) Investoren eine angemessene Einschätzung in Bezug auf die Möglichkeit eines Aufschubs der Zinserhöhungen seitens der BoE geben. Wenn der Verbraucherpreisindex (Vorjahresvergleich) unter 0,5 % zum Vorjahresvergleich fällt, dann könnten sich die Chancen einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten verringern.

Deutschland ZEW Index (Dienstag) – Dieser Index offenbart die deutsche Wirtschaftsstimmung.

BoJ Pressekonferenz (Mittwoch) – Wird die BoJ mehr nachgeben? Auf diese Frage erwarten Investoren eine Antwort. Fällt diese positiv aus, dann könnte der Yen gegenüber seinen Kollegen abrutschen. Wenn nicht, dann könnte die Währung inmitten einer Risikoaversion gewinnen.

Bank of England Sitzungsprotokoll (Mittwoch) – Dieses Protokoll gibt Aufschluss, ob die BoE tatsächlich die Zinserhöhung verschiebt, wodurch wiederum das Pfund Sterling getroffen wird.

FOMC Sitzungsprotokoll (Mittwoch)- Das Hauptwirtschaftsereignis dieser Woche; wenn das Protokoll der Fed erkennen lässt, dass sich die US-Notenbank langsam in Richtung einer Zinserhöhung bewegt, dann könnte der Dollar weiter an Boden gewinnen.

Großbritannien Einzelhandelsumsätze (Freitag) – Diese Zahlen werden hauptsächlich die Termingeschäfte des FTSE 100 an der Londoner Börse beeinflussen. Wenn die Einzelhandelsumsätze höher als 4,3 % zum Vorjahresvergleich steigen, dann könnte der FTSE 100 mehr Boden gewinnen.

Hat der Pfund Sterling endlich eine Chance?

In dieser Woche, nachdem seit einigen Wochen das Pfund gezwungenermaßen die zweite Geige spielte, bekommt das Pfund Sterling endlich die Chance, die Erste zu spielen. Auf der Tagesordnung steht der kommende Inflationsbericht der BoE und im Anschluss die Rede von dem BoE-Präsidenten Mark Carney, die für diesen Donnerstag geplant ist. Für viele Sterling-Beobachter könnte das die Zeit des Geldes für das Pfund Sterling bedeuten, der Zeitpunkt, an dem das Pfund Sterling sich entweder erholen wird oder nicht. Warum? Nach dem jüngsten Einbruch der Inflationszahlen sowie nach einer Schwächephase des britischen Wirtschaftswachstums, zu der es trotz eines besseren Wachstumsschrittes von 2,5 % kam, legen Investoren eine Menge Gewicht auf den Inflationsbericht. Investoren wollen wissen, ob die BoE glaubt, dass die niedrige Inflation nur vorübergehend ist. Wenn die Antwort ja lautet, dann wird der Geldpolitische Ausschuss (MPC) signalisieren, dass die Pläne einer Zinserhöhung weiter bestehen und somit dem Pfund Sterling Unterstützung bieten. Aber was geschieht, wenn der Inflationsbericht erkennen lässt, dass der Geldpolitische Ausschuss die niedrige Inflation für ein länger andauerndes Phänomen hält? Dann wird der BoE-Gouverneur keine andere Wahl haben, als sich konfliktvermeidend zu äußern, d.h. eine expansive Geldpolitik zu befürworten. Das wiederum könnte das Pfund Sterling belasten und eine mögliche Erholung gegenüber seinem amerikanischen Kollegen aufschieben. Lässt der Inflationsbericht jedoch eine vorübergehende Inflation erkennen, dann könnte Mark Carney ein Bild in den heitersten Farben malen; ein Bild, in dem verbesserte Jobaussichten und stabiles Wachstum die Inflation wieder nach oben lenken; ein Bild, in dem die Zinserhöhung noch weiter serviert wird. Wenn dies der Fall ist, könnte ein fruchtbarer Boden für das angeschlagene Pfund Sterling entstehen, um ein Comeback zu feiern, auch wenn es nur für kurze Zeit ist.

Ist China für mehr Lockerung bereit?

Ein anderer stark beobachteter Datensatz ist die Inflation bzw. die Inflationszahlen aus China. Wie immer könnten die chinesischen Inflationsdaten weitreichendere Folgen haben und mehr als nur die chinesische Wirtschaft betreffen. Wenn die chinesische Inflation auf weniger als 1,5 % zum Vorjahresvergleich abkühlt, dann könnte der Weg für mehr Lockerung seitens der Chinesischen Volksbank geebnet werden, und zwar eventuell in Form einer Zinssenkung, die schließlich die Rohstoffnachfrage begünstigen würde. Inmitten der „negativen” Neuigkeiten könnte es sogar im Rohstoffbereich sowie in anderen China-orientierten Trades zu einem kurzfristigen, auf fallende Tendenz eingestellten, Ausverkauf kommen. Wenn der Verbraucherpreisindex zum Vorjahresvergleich um mehr als 1,5 % steigt, dann könnte das bedeuten, dass die Lockerung seitens der Chinesischen Volksbank zum Stillstand kommt, zumindest in nächster Zeit. Dadurch könnten sich einige der möglichen Gewinne im Rohstoffbereich langfristig verzögern, während gleichzeitig eine Erholung der weltweiten Aktien möglich wäre, was wiederum ein Hinweis für eine Stabilisierung des chinesischen Drachens wäre.

Entspannende Einzelhandelsumsätze?

Die abschließende Datenveröffentlichung dieser Woche umfasst die Zahlen der US-Einzelhandelsumsätze. Diese sollen am Donnerstag herauskommen. Welche Entwicklung werden die Einzelhandelsumsätze zeigen? Nach dem leicht enttäuschenden US-Bruttoinlandsprodukt und der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten (Non Farm Payrolls) werden Investoren abwägen, wie es dem US-Konsumenten wirklich ergeht. Man muss bedenken, dass es sich bei diesen Einzelhandelsumsätzen um Zahlen vom Januar handelt, also nach den Weihnachtseinkaufstouren im November und einem Rückgang von – 0,9 % im Dezember. Wenn sich der Wert um mehr als 1 % zum Vormonatsvergleich erholt, dann könnte das ein Signal sein, dass die US-Verbraucher zurück sind und Geld ausgeben. Folglich wäre das zugunsten des US-Dollars und erst recht zugunsten der Wall Street.

Die Daten der US-Einzelhandelsumsätze werden sich hauptsächlich auf den Handel der Wall Street übertragen, eher als auf den Dollar und das inmitten einer wachsenden Wahrnehmung der Investoren, dass es an der Zeit ist, einige Dollar-Gewinne zu liquidieren und dem Gefühl, dass der Greenback tiefer fallen könnte. Daher wird ein starker Wert der Einzelhandelsumsätze hauptsächlich dem Dow Jones und dem S&P 500 Rückenwind geben. Zurück zum Pfund Sterling; wenn eine Zinserhöhung nach dem Inflationsbericht weiter auf dem Programm steht, dann könnte sich das Pfund erholen. Sollte der Inflationsbericht jedoch ein großes Fragezeichen bezüglich zukünftiger Zinserhöhungen aufwerfen, dann könnte das Pfund Sterling weiter geschwächt und Hoffnungen in Bezug auf eine Erholung zerschmettert werden.

Wichtige Termine

China – Verbraucherpreisindex (Dienstag) – Wenn der chinesische Verbraucherpreisindex (Inflation) steil über 1,5 % ansteigt, dann wäre das für die Aktien von Vorteil hingegen für die Rohstoffe leicht negativ. Ein niedrigerer Wert könnte jedoch auf lange Sicht den Rohstoffbereich fördern.

Australien – Arbeitslosenquote (Donnerstag) – Wenn nach der Zinssenkung seitens der RBA die australische Arbeitslosenquote von 6,1 % fällt, dann könnte ein Teil des auf den Aussie lastenden Verkaufsdruckes abgewehrt werden.

Großbritannien– BoE-Inflationsbericht (Donnerstag) – Neben der Rede von Präsident Carney ist dieser Bericht eines der beiden Hauptereignisse der Woche. Das Pfund Sterling könnte sich erholen, sofern der Inflationsbericht einen Aufschwung der Inflation vorhersagt.

Großbritannien – Rede des BoE-Präsidenten (Donnerstag) – Vielleicht das Hauptereignis der Woche; wenn der BoE Präsident Mark Carney eine Kehrtwende der BoE-Politik signalisiert, d.h. sich von Zinssatzerhöhung entfernt, dann könnte das Pfund Sterling getroffen werden. Verbleibt er jedoch zinsbullisch, dann könnte eine Erholung des Pfund Sterling eintreten.

USA – Einzelhandelsumsätze (Donnerstag) – Während man erwartet, dass die Dollarstimmung in dieser Woche gedämpft wird, könnte ein starker Einzelhandelsumsatz die Währung einigermaßen unterstützen. Dennoch wird eine Erholung der Einzelhandelsumsätze von 1 % oder höher im Vormonatsvergleich in erster Linie die Wall Street zugutekommen.

EU – Bruttoinlandsprodukt (Freitag) – Im 4. Quartal des BIP der Eurozone werden Investoren versuchen, anstatt Wachstum zu erkennen, herauszufinden, wie ernst die Krise tatsächlich ist. Wenn das Wachstum gegenüber dem Vorjahr unter 0,8 % liegt, dann kann das den Euro belasten. Ein Anstieg über 1 % könnte jedoch den Verkaufsdruck auf die Währung lindern.